Funktioniert der virtuelle Messestand?

31. Juli 2020
: funktioniert der virtuelle Messestand?

Entweder man ist dafür oder halt dagegen. Die Rede ist vom virtuellen Messestand oder auch Virtual Booth genannt.

Sie müssen damit einen Mehrwert für die Sponsoren und den Aussteller schaffen. Dafür aber lediglich einen physischen Stand nachzubauen, reicht bei weitem nicht aus. Das virtuelle Erlebnis braucht mehr.

Was das ist, wollen wir uns genauer anschauen. Wir erklären zuerst, was eine Virtual Booth ist und zeigen Beispiele. Danach erfahren Sie unseren Ansatz dazu.

Los geht's!

Definition des virtuellen Messestands

Ein virtueller Messestand hat typischerweise mehrere Icons, die auf einen Mausklick unterschiedliche Reaktionen auslösen. So können Besucher beispielsweise eine sofortige Kommunikation mit dem Aussteller über eine Sofortnachricht, eine E-Mail oder einen Sprachanruf einleiten. Vielen Dank Wikipedia!

Ziemlich verlockend, oder?

Vielleicht müssen wir etwas tiefer eintauchen.

Eine Virtual Booth lässt sich wie folgt definieren:

Eine Virtual Booth oder virtueller Messestand ist ein Raum innerhalb einer grösseren virtuellen Veranstaltung, mit dem Ziel eine sinnvolle Konversation mit den Teilnehmenden zu schaffen. Dafür kann eine Vielzahl an Funktionen zur Verfügung stehen, darunter statischer Text, Logos, Banner, Video oder gar ein Chatbot. Dieser virtuelle Stand kann in 3D oder seitenbasiert gestaltet werden. In beiden Fällen kann der Besucher direkt mit dem Aussteller in Kontakt treten, indem sofortige Gespräche oder eine Unterhaltung via Chatbot gestartet werden.

We could define a virtual booth as the following:

Okay. Langsam nähern wir uns unserem Ziel.

Aber wie sieht ein virtueller Stand aus?

Beispiele für virtuelle Messestände

Es gibt sie in vielen Formaten. Von seitenbasierten Designs bis hin zu komplexen 3D-Formaten. Welche Optionen Ihnen zur Verfügung stehen, hängt davon ab, mit virtuellen Veranstaltungsplattform sie arbeiten. Dabei gibt es zwei typische Arten von virtuellen Events – und solchen virtuellen Ständen:

  • Plattformen, die in direkter Konkurrenz zu physischen Veranstaltungen standen. Diese Plattformen bieten in der Regel 3D-Modellierung. Sie haben ein Ziel vor Augen: Menschen davon zu überzeugen, von der physischen zur virtuellen Veranstaltung zu wechseln. Daher konzentrieren sie sich auf die Nachbildung des physischen Standes.>
  • Plattformen, die den virtuellen Stand neu gedacht haben. Diese Plattformen konzentrieren sich meist auf ein seitenbasiertes Design – genau wie eine Website oder ein LinkedIn-Profil. Sie haben das Ziel, die Verbindungen zwischen Ausstellern und Besuchern zu fördern.

Hier sehen wir ein Beispiel für einen einfachen 3D-Stand (über vFairs):

Virtueller 3D-Stand von vFairs. Originalbild von vFairs.
vFairs 3D virtual booth. Original image by vFairs.

Hier sehen wir eine elegantere, virtuelle 3D-Kabine (über Infinity Marketing):

Virtuelle 3D-Kabine Alibaba (über vFairs). Bild von Infinity Marketing
Alibaba 3D virtual booth. Image by Infinity Marketing.

Und hier ist ein seitenbasiertes Design (von SpotMe):

Virtueller Messestand bei SpotMe
SSponsoren Seite auf der SpotMe Eventplattform. Bild von SpotMe

Weshalb der virtuelle Stand funktioniert

Die 5 wichtigsten Gründe, weshalb auch Sie einen virtuellen Messestand haben wollen.

  1. Sie erhalten mehr Leads. Eine virtuelle Kabine bedeutet nicht nur eine Präsenz, sondern auch «Skin in the game». Ein Messestand ist der Klebstoff, der Ihr Marketing in allen Phasen zusammenhält – vor, während und nach dem Event. Er macht Ihre Marke für den Besucher sicht- und erlebbar.
  2. Virtuell bedeutet 24/7. Wenn Sie den virtuellen Weg gehen, haben Sie langanhaltende Präsenz. Ein physischer Event ist stets an Zeit geknüpft, während er virtuell ewig dauern kann.
  3. Virtuell ist kostengünstiger. Ein virtueller Stand ist günstiger, als ein physischer.
  4. Sie haben die Gelegenheit zur Kontaktaufnahme. In der Regel umfasst ein Stand einen Live-Chat oder sogar eine Live-Demo. Das macht es den Teilnehmern leicht, Ihnen Fragen zu stellen. Darüber hinaus ist die Hemmschwelle online meist niedriger.
  5. Virtuell bedeutet ein größeres Publikum. Einer der Hauptvorteile des virtuellen Auftritts ist die Reichweite. Es können mehr Menschen teilnehmen. Das bedeutet mehr virtuellen Traffic für Ihren Stand.

Weshalb der virtuelle Stand nicht funktioniert

  1. Die beste Kommunikation findet immer ausserhalb des Standes statt Für einige Aussteller ist der Stand lediglich ein Ort der Begegnung. Die echten Gespräche finden ausserhalb des Standes statt – das ist auch virtuell nicht anders.
  2. 3D-Kabinen können eine Ablenkung darstellen. Der Versuch, die physische Kabine nachzubilden, verfehlt ihr Ziel. Der Schwerpunkt eines jeden Standes sollte darauf liegen, den Besucher die Marke entdecken zu lassen – wenn nötig mit einer daraus folgenden Diskussion.
  3. Es kann zu schlechten Werbe-Efforts kommen. Ihre Hoffnung, alleine auf den virtuellen Stand zu setzen, wird sich zerschlagen. Virtuelle Präsentationen bieten die Möglichkeit, selber zu lernen und mit den Teilnehmern in Kontakt zu treten. Hier geht es um Multi-Channel- und Multi-Touch-Marketing.
  4. Ist das Publikum wirklich engagiert? Nur weil Sie einen Stand haben, ist ihr Publikum noch lange nicht da, geschweige denn engagiert. Eines der Hauptprobleme bei virtuellen Präsentationen ist das mangelnde Engagement des Publikums. Seien Sie also vorsichtig, auf welches Pferd Sie setzen.
  5. Wird das virtuelle Publikum meinen Stand besuchen? Es bleibt abzuwarten, ob das virtuelle Publikum tatsächlich Zeit an solchen Ständen verbringen wird. Die virtuelle Aufmerksamkeitsspanne ist kleiner und die Ablenkung grösser.

Unser Ansatz für den virtuellen Messestand

Bei SpotMe haben wir uns immer auf Beziehungen und Verbindungen konzentriert.
Die Diskussion um den virtuellen Stand ist hier nichts anderes. Das übergeordnete Ziel ist der Kontakt.

Konkret geht es um die Beziehung zwischen einer Marke und ihrem Publikum.
Unser Ansatz besteht darin, dass Sie sich darauf konzentrieren, Sponsoren dabei zu helfen, mit dem Publikum in Kontakt zu treten.

Die besten Gespräche finden ausserhalb des Stands statt. Finden Sie kreative Wege, um sich an aktuellen Diskussionen zu beteiligen. Was wir hier brauchen, ist eine digitale Denkweise – gerade auf LinkedIn.

Deshalb ermutigen wir Aussteller oder Sponsoren, den Feed zu nutzen. Vielleicht eine Themendiskussion moderieren? Ein Video in den Feed posten? Oder Live-Diskussionen veranstalten? Setzen Sie Chatbots ein, um das Publikum einzubeziehen.

Eine andere Sache, die funktionieren kann, ist das Senden von Swag (Give-Aways). Eine sorgfältig kuratierte Swag-Erfahrung kann einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Auf unserer kostenlosen Online-Testversion sehen Sie, wie unsere Sponsorenseiten und -Feeds aussehen.

video Feed post auf der SpotMe Plattform
Video-Post im Feed von SpotMe

Fazit zum virtuellen Messestand

Die Entscheidung für oder gegen eine «Virtual Booth» hängt von Ihren Zielen ab. Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie mit einem Stand in sinnvolle Diskussionen kommen, dann kann es sich durchaus lohnen. Andererseits gibt es vielleicht Möglichkeiten, das Geld und die Zeit anderswo besser zu investieren? Gibt es andere Möglichkeiten, Ihre Ziele zu erreichen?
Welche Entscheidung Sie auch immer treffen, eines ist klar: Für die virtuelle Welt brauchen Sie einen Multi-Touch- und Multi-Channel-Ansatz, um Ihr Publikum zu erreichen. Ob ein virtueller Stand ein Teil davon ist, müssen Sie entscheiden.

Sehen Sie sich unser Interview mit dem Branchenexperten Ray Bugg zum Thema «Virtual Booth» an.

Still wondering about the virtual booth? Check out our interview with industry expert, Ray Bugg.